{"id":9728,"date":"2025-08-14T11:33:01","date_gmt":"2025-08-14T11:33:01","guid":{"rendered":"https:\/\/historiker.at\/falle\/der-verlorene-1-million-fall\/"},"modified":"2025-10-28T17:34:15","modified_gmt":"2025-10-28T17:34:15","slug":"der-verlorene-1-million-fall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/historiker.at\/de\/falle\/der-verlorene-1-million-fall\/","title":{"rendered":"Der verlorene 1 Million Fall"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"9728\" class=\"elementor elementor-9728 elementor-6483\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a6b7c e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"5a6b7c\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8d9e0f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"8d9e0f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Nicht jeder Case endet leider mit einem Happy End; dass ein Erbe unwillig ist, das Erbe anzutreten kam gelegentlich vor, jedoch noch nie zuvor in einem Fall mit einem Volumen von \u00fcber 1 Million Euro.<\/p>\n<p>Ein deutsches genealogisches B\u00fcro verfolgte seit Jahren die Spur eines von Polen nach Deutschland, sp\u00e4ter nach Gro\u00dfbritannien und schlussendlich nach Neuseeland Ausgewanderten und teilte die Anspruchsberechtigung dem Erben postalisch mit, woraufhin dieser zur\u00fcckschrieb, dass er daran nicht interessiert sei.<\/p>\n<p>Unsere Partner nahmen an, dass dies eventuell mit einer allf\u00e4lligen j\u00fcdischen Abstammung des Erben zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nne und eventuell Briefe aus Deutschland aufgrund der Vorkommnisse im 2. Weltkrieg mit gro\u00dfem Mi\u00dftrauen verstanden w\u00fcrden, weshalb sie uns baten, den Herren zu kontaktieren, da wir \u00fcber einen j\u00fcdischen Mitarbeiter verf\u00fcgen, der eventuell in einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch den Erben davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnte, dass hier tats\u00e4chlich ein Erbschaftsfall vorliegt, an dem der Neuseel\u00e4nder anspruchsberechtigt sei.<\/p>\n<p>Ein weiterer Gedanke war, dass die Ehegattin des Erben einen italienisch klingenden M\u00e4dchennamen hatte, wobei unser ausgew\u00e4hlter Mitarbeiter neben Hebr\u00e4isch auch ausgezeichnet Italienisch beherrscht.<\/p>\n<p>Nach einem 26st\u00fcndigen Flug von Wien \u00fcber Kuala Lumpur und Sydney erreichte unser Genealoge schlussendlich Wellington, die Hauptstadt Neuseelands und besuchte den Erben, dem er den Fall darlegte. Schnell stellte sich heraus, dass der Erbe weder j\u00fcdischer Abstammung war, noch seine Frau italienisch sprach; vielmehr machte der Erbe unmissverst\u00e4ndlich klar, dass er zwar an den Erbfall glaube, jedoch absolut kein Interesse an so viel Geld habe, da er dadurch bef\u00fcrchte, dass seine Ehefrau entf\u00fchrt werde und er dann nicht w\u00fcsste, wer ihm das Essen kocht.<\/p>\n<p>Endlose \u00dcberzeugungsversuche mittels eingeschalteter lokaler Notare und Rechtsanw\u00e4lte scheiterten, sodass unser Mitarbeiter nach 5 Tagen wieder abreisen musste.<\/p>\n<p>Es bleibt zu guter Letzt noch anzumerken, dass der Erbe in \u00e4u\u00dferst schlechten wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen lebt und sein Sohn \u00fcberaus gro\u00dfes Interesse an dem Verm\u00f6genswerten zeigte, zumal dieser auch seit geraumer Zeit arbeitslos war. Ein Gespr\u00e4ch des Sohnes mit dem Vater verlief aber genauso ergebnislos, wie das Einschreiten unseres entsandten Mitarbeiters.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht jeder Case endet leider mit einem Happy End; dass ein Erbe unwillig ist, das Erbe anzutreten kam gelegentlich vor, jedoch noch nie zuvor in einem Fall mit einem Volumen von \u00fcber 1 Million Euro. 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